Über Wolle
Wolle ist für mich mehr als nur ein
Rohstoff.
Sie beginnt bei den Tieren auf der Wiese
und wird durch viele einzelne Arbeitsschritte
zu einem ganz besonderen Garn.
Ich verarbeite verschiedene Schafwollen
ebenso wie Alpakafaser und kombiniere
diese Naturfasern miteinander.
Was macht Wolle so besonders?
Wärmeregulierend
Wolle hält warm, wenn es kalt ist, kann aber auch im Sommer angenehm sein. Die Faser hilft dabei, Temperatur und Feuchtigkeit auszugleichen und kann dadurch ein angenehmes Körperklima unterstützen – auch wenn es draußen warm ist.
Feuchtigkeitsregulierend
Wollfasern können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben.
Atmungsaktiv
Die natürliche Struktur der Faser sorgt für ein angenehmes Tragegefühl.
Natürlich
Wolle ist eine natürliche tierische Faser und unter geeigneten Bedingungen biologisch abbaubar.
Schmutzabweisend
Das natürliche Wollfett Lanolin kann dazu beitragen, dass Wolle Schmutz weniger leicht annimmt.
Langlebig
Gute Pflege kann dafür sorgen, dass Wollstücke viele Jahre Freude bereiten.
Wollarten
Jede Faser besitzt ihre typischen Eigenschaften. Genau diese Unterschiede machen das Spinnen für mich so spannend.
Merino
Fein, weich und besonders angenehm. Ideal für feine Garne.
Coburger Fuchs
Charaktervoll, warm und robust. Besonders schön für rustikale Garne.
Skudde
Ursprünglich, kräftig und vielseitig. Eine spannende Naturfaser.
Gotland
Glänzend, seidig und mit einer besonderen Faserstruktur.
Bergschaf
Robust, wärmend und widerstandsfähig. Schön für kräftige Garne.
Shropshire
Kräftig und robust mit guter Struktur. Gut für strapazierfähige Garne.
Texel
Elastisch und kräftig. Eine interessante Faser für formstabile Garne.
Alpaka
Weich, leicht und besonders warm. Eine wunderbare Ergänzung zu Schafwolle.
Alpaka trifft Schaf
Zwei unterschiedliche Naturfasern können sich
wunderbar ergänzen.
Alpaka bringt Weichheit, Wärme und Leichtigkeit.
Schafwolle bringt Struktur, Elastizität und
Stabilität.
Beim Mischen entsteht ein Garn mit einem
ganz eigenen Charakter.
Mögliche Mischungen
70 % Schafwolle
30 % Alpaka
Robuster und formstabil, aber durch Alpaka deutlich weicher.
50 % Schafwolle
50 % Alpaka
Ausgewogenes Mischgarn mit Wärme, Weichheit und Stabilität.
30 % Schafwolle
70 % Alpaka
Besonders weich und warm mit einem luxuriösen Charakter.
Die Mischungsverhältnisse können je nach Faser, Garnart und gewünschtem Ergebnis angepasst werden.
Von der Schur zum Garn
Scheren
Die Wolle wird vom Schaf gewonnen. Auch Alpakafasern stammen aus der Schur des Tieres.
Sortieren
Die Fasern werden nach Farbe, Qualität, Länge und Verwendungszweck sortiert.
Waschen
Verschmutzungen und überschüssiges Fett werden vorsichtig entfernt.
Trocknen & Kardieren
Die Fasern werden getrocknet, geöffnet und vorbereitet.
Mischen
Verschiedene Fasern können miteinander kombiniert werden.
Spinnen
Am Spinnrad entsteht aus den vorbereiteten Fasern ein Faden.
Verzwirnen
Mehrere Einzelfäden können miteinander verzwirnt werden.
Fertiges Garn
Das Garn wird gewaschen, getrocknet und anschließend zum Strang oder Knäuel gewickelt.
Wolle richtig pflegen
Wolle muss meist nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Frische Luft reicht oft aus.
Starke Temperaturunterschiede können zum Verfilzen beitragen.
Ein mildes, für Wolle geeignetes Waschmittel verwenden.
Nicht stark rubbeln, wringen oder unnötig mechanisch belasten.
Sehr heißes Wasser und starke direkte Hitze können die Fasern schädigen.
Wollstücke vorsichtig in Form legen und liegend trocknen lassen.
Wolle ist mehr als nur eine Faser.
Sie ist ein Stück Natur,
das uns wärmt, begleitet
und verbindet.
Jede Faser hat ihren eigenen Charakter.
Ich nehme ihn auf, kombiniere ihn mit
anderen Fasern und lasse daraus
etwas Neues entstehen.
Mit Liebe von Hand gesponnen.